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Die Reisegruppe aus dem Kreis Böblingen vor dem Münchner Olympiapark: Mit vier Bussen die Reise nach Bayern angetreten. Foto: Vanessa Frey

Die Reisegruppe aus dem Kreis Böblingen vor dem Münchner Olympiapark: Mit vier Bussen die Reise nach Bayern angetreten. Foto: Vanessa Frey

Die Reisegruppe aus dem Kreis Böblingen vor dem Münchner Olympiapark: Mit vier Bussen die Reise nach Bayern angetreten. Foto: Vanessa Frey


Die Handball-Europameisterschaft der Männer in Deutschland ist in vollem Gange, die Bundesrepublik komplett im Handball-Fieber. Am vergangenen Samstag machten sich knapp 200 Fans aus dem Kreis Böblingen auf, um in München die Vorrundengruppe F mit den dänischen Superstars live zu erleben.

Handball-Anhänger aus aller Welt füllen derzeit die größten Arenen des Landes bei der Männer-EM. Die Olympiahalle in München leuchtete dabei vor allem in den Farben Dänemarks und Tschechiens. Mit den Teams aus Portugal und Griechenland komplettierten sie die Gruppe F in der Vorrunde. Unter den 12 000 Zuschauern waren am vergangenen Samstag auch 200 Fans aus dem Landkreis Böblingen zu finden, die mit vier Bussen die Reise nach Bayern angetreten hatten.

Organisiert wurde die Ausfahrt von Hans Artschwager, Präsident des württembergischen Verbandes und Geschäftsführer der Waldhaus-Jugendhilfe Hildrizhausen, gemeinsam mit der HSG Schönbuch. Die Teilnehmer waren ein bunter Mix aus Handballern, Waldhaus-Mitarbeitenden und hiesigen Politikern.

„Es ist wirklich der Hammer, dass auch die Spiele ohne deutsche Beteiligung restlos ausverkauft sind“, schwärmt Artschwager in seiner Rolle als DHB-Delegierter von der Großveranstaltung. „Wir freuen uns sehr, auch den Fans aus unserer Region die Möglichkeit gegeben zu haben, diese grandiose Stimmung miterleben zu können.“

Neben der HSG Schönbuch füllten auch Ehninger und Renninger einen kompletten Bus. Björn Daubenfeld, Trainer bei der SpVgg aus der Rankbachstadt, war dabei und nutzte die EM als Anlass, um einen neuen Reiz bei seiner Bezirksligamannschaft zu setzen. „Diejenigen mit der höchsten Trainingsbeteiligung in der Hinrunde haben die Ausfahrt als Belohnung bekommen“, erklärt der Coach mit einem Schmunzeln. „Wir haben uns das hart erarbeitet“, lacht Thomas Flaig, der gemeinsam mit Steffen Scholz jede Einheit absolviert hatte. „Eine überragende Sache, die Björn uns hier ermöglicht hat, und ein einmaliges Erlebnis.“

Spezieller Anreiz: Trainer Björn Daubenfeld von der SpVgg Renningen spendierte seinen trainingsfleißigsten Spielern Thomas Flaig und Steffen Scholz (v. li.) die Ausfahrt.  Foto: Vanessa Frey

Spezieller Anreiz: Trainer Björn Daubenfeld von der SpVgg Renningen spendierte seinen trainingsfleißigsten Spielern Thomas Flaig und Steffen Scholz (v. li.) die Ausfahrt.  Foto: Vanessa Frey

Ganz ohne nationale Beteiligung liefen die Spiele am Samstag dennoch nicht, denn sie wurden von zwei deutschen Schiedsrichtergespannen geleitet. Daher legten die Referees Andreas Pisch (HSG Schönbuch) und sein Partner Roland Ebner (HSG Böblingen/Sindelfingen) ein besonderes Augenmerk auf die Unparteiischen. „Sie bewegen sich natürlich wie die Spieler auf einem Spitzenniveau“, war Pisch begeistert von den Partien mit den Gespannen Merz/Kuttler und Tönnies/Schulze. „Es ist großartig zu sehen, wie diese Europameisterschaft hier angenommen und von den Zuschauern honoriert wird.“

Roland Ebner (li.) und Andreas Pisch sind selbst Schiedsrichter und legten deshalb ein besonderes Augenmerk auf die deutschen Unparteiischen.  Foto: Vanessa Frey

Roland Ebner (li.) und Andreas Pisch sind selbst Schiedsrichter und legten deshalb ein besonderes Augenmerk auf die deutschen Unparteiischen.  Foto: Vanessa Frey

Und als im zweiten Spiel gegen Griechenland die Superstars aus Dänemark die Platte betraten, schlugen die Herzen bei vielen gleich nochmals um einiges höher. „Dafür haben sich der Aufwand und die gesamte Organisation absolut gelohnt“, unterstreicht Wolfgang Koring, Vorstand der HSG Schönbuch, der gemeinsam mit seinem Bewirtungsteam noch eine Verpflegung für die Busse auf die Beine gestellt hatte. „Allen Beteiligten gilt hier ein ausdrücklicher Dank, besonders Hans Artschwager, der uns dies alles ermöglicht hat.“ 

Der Angesprochene kann diesen auch nur zurückgeben: „Das war zweifellos ein großes organisatorisches Unterfangen, die Resonanz aber umso größer.“ Denn in einem waren sich alle Mitgereisten einig: Die Stimmung in der Olympiahalle war durchweg grandios und wird noch lange in Erinnerung bleiben.